Zeit für einen neuen Anfang

Eine der führenden und traditionsreichsten psychosomatisch-psychotherapeutischen Fach- und Rehabilitationskliniken in Deutschland feiert ihr 40-jähriges Bestehen und erfreut sich dabei großer regionaler und überregionaler Beachtung.

Festakt mit vielen Gästen
Dazu fand ein großer Festakt mit vielen Gästen statt, die vom ärztlichen Direktor Joachim Lindner begrüßt wurden. Besonders freute er sich, dass Landrat Dr. Michael Koch, der Geschäftsführer des Klinikums Bad Hersfeld, Martin Ködding, der erste Stadtrat der Stadt Bad Hersfeld, Gunter Grimm, der Dezernatsleiter der DRV Bund, Andreas Petermann, das Gründungsmitglied der Zukunftsakademie Joachim Rappold,  Ärzte und Bedienstete der Klinik am Hainberg und des Klinikums Bad Hersfeld, sowie einige Vertreter aus Politik und Wirtschaft der Einladung gefolgt seien. Ziel der Jubiläumsfeierlichkeiten war es, die erfolgreiche Entwicklung der Klinik am Hainberg gebührend zu würdigen und darüber hinaus den medizinischen Fortschritt in der Psychosomatik einem breiten Publikum bekannt zu machen.

Kurze Grußworte und Glückwünsche zum 40-jährigen Bestehen der Klinik sprachen Landrat Dr. Michael Koch, erster Stadtrat Gunter Grimm, Andreas Petermann von der DRV und Joachim Rappold als Gründungsmitglied der Zukunftsakademie. Alle Gastredner waren sich über die gut aufgestellte, gut geführte und wichtige Einrichtung der Klinik am Hainberg einig. Für die musikalische Unterhaltung zwischendurch sorgte Jan Luley am Flügel.

Bedeutung der Psychosomatik nimmt zu
Joachim Lindner ließ in kurzen Worten die Geschichte seines Hauses Revue passieren und wies darauf hin, dass seit der Inbetriebnahme der Klinik im Jahr 1977, die Psychosomatik erheblich an Bedeutung gewonnen habe. Seine Einrichtung sei dabei sehr gut aufgestellt, weit über die Kreisgrenzen hinweg und deutschlandweit bekannt und könne sich den zukünftigen Herausforderungen stellen.

Weiter entwickelt und Impulse gesetzt
Ganz nach dem Klinikmotto „Zeit für einen neuen Anfang“ versteht es die Klinik am Hainberg in Bad Hersfeld nicht nur ihr über Jahrzehnte erworbenes Erfahrungswissen zu bewahren, sondern sich kontinuierlich weiterzuentwickeln und neue Impulse in ihrem Fachgebiet zu setzen.

Inbetriebnahme der Klinik 1977
Damals auf Betreiben der so genannten BfA Berlin (jetzt Deutsche Rentenversicherung Bund) in Betrieb genommen, gehört die Einrichtung sowohl historisch zu den ersten dieser Art in Deutschland als auch fachlich gesehen zu den führenden Vertreterinnen eines bio-psycho-sozialen Krankheits- und Gesundheitsmodells.

Von der Außenseiterposition zur Fachklinik
Dieses besondere Konzept sieht vor, nicht nur einzelne Symptome eines Krankheitsbildes zu behandeln, sondern die persönlichen Ursachen der Beschwerden und deren psychosoziale Wechselwirkungen mit dem Umfeld des Betroffenen zu erfassen und dieses „vertiefte“ Verständnis in die Therapieangebote zu integrieren. Eine derartige individuelle ganzheitsmedizinische Behandlung hat sich für viele Patienten mit psychosomatischen Störungen, Erschöpfungszuständen, Ängsten und Depressionen seit mittlerweile vier Jahrzehnten sehr bewährt. In den 70er Jahren noch in einer medizinischen Außenseiterposition, ist dieser Ansatz in der modernen Medizin nicht mehr wegzudenken. Übergeordnetes Reha-Ziel ist es dabei, die  Patienten so zu unterstützen und zu fördern, dass sie in Zukunft wieder aktiv unter Nutzung ihrer Fähigkeiten und Interessen am Arbeits- und gesellschaftlichen Leben teilhaben können.

Spitzenplätze bei Qualitätssicherheitsprogrammen
Nach einem Trägerwechsel vom Land Hessen – Hessische Staatsbäder – zum Klinikum Bad Hersfeld sind seit 2006 große bauliche und qualitative Anstrengungen unternommen worden, die Klinik am Hainberg für die Region zu einem vielbeachteten Kompetenzzentrum für Psychosomatik und Psychotherapie auszubauen. Dazu gehört nicht nur, dass die Einrichtung Spitzenplätze in den Qualitätssicherungsprogrammen der Kostenträger und bei der Patientenzufriedenheit belegt sowie überregional anerkannter Weiterbildungsstandort für Ärzte und Psychologen ist, sondern sich auch im Rahmen der Zukunftsakademie Hersfeld-Rotenburg engagiert und Impulse in der Bewältigung der andrängenden gesellschaftlichen Herausforderungen im Landkreis setzt. Stellvertretend seien Beiträge zur demographischen Entwicklung, zur altersgerechten Arbeitswelt und zum Thema Migration zu nennen. Nachdem sich die Klinik am Hainberg lange Zeit ausschließlich auf rehabilitative psychosomatische Aufgaben konzentriert hat, konnte im Auftrag des Klinikums Bad Hersfeld im Dezember 2013 zusätzlich eine Akutklinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie eröffnet werden, welche die Versorgungslage in diesem Fachgebiet für die Betroffenen vor Ort deutlich verbessert hat. Die große Akzeptanz des Angebots und die steigende Nachfrage bestätigen den eingeschlagenen Weg. Darüber hinaus zeigt sich, dass im interdisziplinären Zusammenspiel der medizinischen Fachgebiete neben einer zunehmenden Spezialisierung auf der einen Seite die integrative Sicht der Psychosomatik auf der anderen Seite zunehmend gefragt ist.

Wissenschaftliches Symposium
Nach dem Festakt ging es weiter mit einem wissenschaftlichen Symposium „Zur zukünftigen Rolle der Psychosomatik in der Medizin“. Zu diesem spannenden Thema konnten namhafte Referenten der in Deutschland führenden Fachgesellschaften neue innovative Behandlungskonzepte zur Diskussion stellen. Joachim Lindner konnte dazu Prof. Dr. Giovanni Maio, Prof. Dr. Ingo Bode, Prof. Dr. Johannes Kruse, Prof. Dr. Markus Bassler, Prof. Dr. Meinolf Peters und Prof. Dr. Holger Schulz begrüßen. Mit diesen Referenten sei es der Klinik am Hainberg gelungen, das Symposium der Feierlichkeiten zum 40-jährigen Bestehen mit einem hochkarätigen Referententeam zu besetzen.

Das wissenschaftliche Symposium stand unter dem Motto „Zwischen Integration und Separation, zur zukünftigen Rolle der Psychosomatik in der Medizin“.

Die Referenten und ihre Fachthemen:
Prof. Dr. Giovanni Maio
Zeit für einen neuen Anfang, zur Bedeutung einer Medizin der Zuwendung und des Verstehens.
Prof. Dr. Ingo Bode
Vernetzung im Sozial-und Gesundheitswesen, über Potenziale, Barrieren und Perspektiven.
Prof. Dr. Johannes Kruse
Quo vadis Psychosomatik? Zur Weiterentwicklung therapeutischer Konzepte am Beispiel des Diabetes mellitus.
Prof. Dr. Markus Bassler
Zur Zukunft der Psychosomatischen Rehabilitation, Identität, Innovation und Forschung.
Prof. Dr. Meinolf Peters und Prof. Dr. Holger Schulz, die Bad Hersfelder Katamnesestudie, lohnt sich ein differenzielles psychosomatisches Behandlungsangebot?
Nach den Referaten bestand noch die Gelegenheit Fachgespräche zu führen.

Die Abteilungen der Klinik am Hainberg:
Neurologische Psychosomatik
Internistische Psychosomatik
Psychosomatik und Psychotherapie im höheren Lebensalter
Psychodynamische Psychotherapie
Verhaltenstherapie
Geleitet wird die Klinik vom ärztlichen Direktor Joachim Lindner
Geschäftsführerin ist Sabine Eydt

Weitere Informationen gibt es auf der Homepage unter: www.klinik-am-hainberg.de oder per E-Mail: info@klinik-am-hainberg.de (GM)

Hier finden Sie den Bericht in Osthessen-News vom 11.09.2017

Hier finden Sie den Bericht in der Hersfelder Zeitung vom 09.09.2017

Notfallversorgung

 Fragebogen Corona

Sofortige Aussetzung aller nicht dringend medizinisch notwendigen Behandlungen

Update Lage 20.03.2020 16:00 Uhr

Klinikum Bad Hersfeld
Die Psychiatrische Institutsambulanz ist in der ehemaligen Psy. Tagesklinik in Betrieb gegangen. Zugang und Zufahrt ist ausschließlich über die Straße am Wendeberg (Einfahrt über dem KfH Dialysegebäude) möglich. Es werden KEINE Patienten durch die Klinik geleitet
Lieferanten, Techniker und Vertreter werden an den Eingängen wie Besucher behandelt. Sie füllen den Fragebogen aus und die Zielstelle (Abteilung, Klinik, etc.) wird angerufen, ob Zutritt gewährt wird. Bei einem JA auf dem Fragebogen kann KEIN Zutritt gewährt werden

HKZ Rotenburg
- Gesonderte Anfahrt der Rettungsdienste für Covid-19  Patienten oder Verdachtsfälle
(Liegendeinfahrt des Kardiologischen Fachkrankenhauses)
- Zur Beschränkung des Besuchsverkehrs werden Besucherkontrollen vorbereitet

Klinik am Hainberg
Einführung einer restriktiven Besucherregelung für die KAH
- externe Besucher haben keinen Zutritt und werden über Aufsteller und Informationstafeln aufmerksam    gemacht.
- Kurier- und Postdienste müssen klingeln und Übergabe erfolgt im „Windfang“ der Haupteingangstür
- keine externe Beurlaubung für die Rehabilitand*innen, z. B zur Belastungserprobung.

Orthopädie
Das MVZ an der Orthopädie stellt seinen Betrieb ein. Patienten werden entweder im Klinikum oder im MVZ Bebra behandelt.
Am Mittwoch, 25.03. werden die bis dahin nicht entlassenen Patienten ins Klinikum verlegt. Die Klinik wird dann bis Freitag, den 27.03. für eine spätere Wiederinbetriebnahme bereit gemacht.