Wenn die Niere einen Tumor hat

Die Klinik für Urologie im Klinikum Bad Hersfeld behandelt alle Formen von Tumorerkrankungen des Harntrakts.

Urologie ist nicht nur Prostatakrebs, die Urologie umfasst die Therapie aller Tumorerkrankungen von Niere, Harnleiter und Harnblase sowie der männlichen Genitalorgane. So werden an der Klinik für Urologie und Kinderurologie des Klinikum Bad Hersfeld im Jahr ca. 40 Patienten mit einem Nierenkrebs behandelt. Hierbei müssen Krebsformen unterschieden werden, die vom Nierengewebe (Nierenzellkarzinom) bzw. die vom Nierenbeckenkelchsystem (Nierenbeckenkarzinom) ausgehen. Gutartige Tumoren der Niere gibt es kaum.

Während die Therapie des weitaus selteneren Nierenbeckenkarzinoms sich in den letzten Jahren nicht verändert hat und in diesen Fällen die operative Entfernung von Niere und Harnleiter unumgänglich ist, hat sich die Therapie des eigentlichen Nierenkrebses (Nierenzellkarzinoms) in den letzten Jahren deutlich gewandelt.

Bis vor wenigen Jahren war auch bei Nierenzellkarzinom die Entfernung der gesamten tumortragenden Niere die Standardtherapie (sog. radikale Tumornephrektomie). Fortschritte in der Operationstechnik führten dann aber dazu, dass zunächst bei dringlicher Indikation (z.B. um bei nur einer funktionsfähigen Niere die Dialysebehandlung zu vermeiden) organerhaltende Eingriffe mit einer Nierenteilresektion durchgeführt werden konnten.

Die Langzeitergebnisse bei diesen Patienten mit dringlicher Indikation zeigten die gleichen tumorspezifischen Überlebensraten wie bei einer kompletten Nierenentfernung. Zudem hatten diese Patienten ein deutlich geringeres Risiko, im weiteren Verlauf an einer Erkrankung des Herz-Kreislaufsystems zu sterben.

Dies führte zu einem Umdenken in der operativen Therapie des Nierenzellkarzinoms. Ziel ist es heute, gerade unter dem Aspekt der langfristen Folgen für das Herz-Kreislauf-System, den Patienten so viel Nierengewebe wie möglich zu erhalten. Heute wird deshalb, sofern operationstechnisch machbar, bei allen Nierenzellkarzinomen eine organerhaltende Nierenteilresektion angestrebt.

An der Klinik für Urologie und Kinderurologie wurden im letzten Jahr nur noch bei 36 Patienten wegen eines fortgeschrittenen Tumorstadiums oder wegen ungünstiger Tumorlage eine Nierenentfernung notwendig, bei 31 Patienten konnte eine Nierenteilresektion durchgeführt und damit gesundes, funktionsfähiges Nierengewebe erhalten werden.

Insgesamt wurden in den letzten fünf Jahren am Klinikum Bad Hersfeld 161 Nephrektomien und 91 Nierenteilresektionen vorgenommen.

Ziel des operativen Eingriffs muss aber die komplette Entfernung des Tumors sein, da das Nierenzellkarzinom im metastasierten Stadium nicht mehr geheilt werden kann. Allerdings hat sich auch im metastasierten Stadium die Therapie weiter entwickelt. Heute stehen eine Reihe von Medikamenten zur Verfügung, die über die Hemmung der Blutversorgung des Tumors dessen Wachstum reduzieren oder auch zum Stillstand bringen können. Diese Medikamente liegen in Tablettenform vor, und die Therapie kann damit ambulant durchgeführt werden.

Insgesamt bietet damit die Klink für Urologie und Kinderurologie den betroffenen Patienten eine Leitlinien konforme, bestmögliche Therapie des Nierenzellkarzinoms mit Nierenteilresektion, Tumornephrektomie und medikamentöser Tumortherapie an. Die Therapie erfolgt dabei nach ausführlicher Beratung und in enger Absprache mit den betroffenen Patienten, den Angehörigen und den mitbetreuenden niedergelassenen Ärzten.

Die Qualität der an der Klinik für Urologie und Kinderurologie des Klinikum Bad Hersfeld geleisteten Arbeit zeigt sich dabei im Vergleich mit anderen Krankenhäusern (sog. Benchmarking). Die Therapieergebnisse am Klinikum Bad Hersfeld werden seit ca. zwei Jahren mit den Ergebnissen von 39 weiteren Kliniken in öffentlicher Trägerschaft verglichen (Clinotel-Verbund). Diese Vergleiche zeigen, dass in der Klinik für Urologie und Kinderurologie immer überdurchschnittlich gute Therapieergebnisse erzielt werden.

Alle Therapien

Prof. Dr. Gerhard Zöller ist seit 2008 Chefarzt der Klinik für Urologie und Kinderurologie des Klinikum Bad Hersfeld.
Das ärztliche Team bestehend aus Chefarzt, 2 Oberärzten und 4 Assistenzärzten behandelt jährlich ca. 1.600 stationäre Patienten und über 3.000 ambulante Patienten. Das Behandlungsspektrum umfasst alle operativen und konservativen Therapien bei bösartigen und gutartigen Erkrankungen des Harntrakts und der männlichen Genitalorgane, sowohl im Kindes- wie auch im Erwachsenenalter.

 

 

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Privatärztliche Sprechstunde
Montag, Dienstag und Donnerstag 13:00 – 15:00 Uhr

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Montag, Dienstag und Donnerstag 13:00 – 15:00 Uhr

Kindersprechstunde
Mittwoch 13:00 – 15:00 Uhr

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Andrologische und Steinsprechstunde
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pdf Neue Mitte vom 26.11.2014

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Prof. Dr. med. Gerhard Zöller
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Freier Durchgang für Patienten
Zugangsregelungen im Klinikum Bad Hersfeld angepasst
Das Klinikum Bad Hersfeld hat in Abstimmung mit dem örtlichen Gesundheitsamt eine Erleichterung für Patienten beschlossen.
Patienten mit einem Termin in der Strahlentherapie, Mammographie Screening, Physiotherapie, für eine Stationäre Aufnahme,  eine Ambulante Operation,  im MVZ Augen oder Nuklearmedizin dürfen nun unter Voraussetzung der 3Gs (Geimpft, Genesen, Getestet)  - Geimpft (Nachweis über Impfpass oder Bescheinigung), Genesen (Bestätigungsschreiben des Gesundheitsamtes), Getestet (Nachweis eines öffentlichen Testzentrums- nicht älter als 24h-, Selbsttests werden nicht anerkannt) und idealerweise mit der LUCA App ohne weitere Kontrollen das Klinikum betreten. Diese Regelung trifft ebenfalls auf das MVZ am Klinikum zu.
Für Besucher und Vertreter gelten weiterhin die 3 Gs, sie registrieren sich, wie auch die fußläufigen Patienten der Notaufnahme, mit dem Erfassungsbogenbogen.

FAQs zum Klinikum Hersfeld-Rotenburg 2025

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Prof. Dr. med. Gerhard Zöller

Gerhard Zöller

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Chefarzt
Urologie und Kinderurologie


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