Viel Geld für die Gesundheit

In den vergangenen drei Jahren sind bereits 26,2 Millionen Euro für Investitionen und Instandhaltung in die Kliniken des Kreises geflossen. Diese Zahl nannten am Dienstag Landrat Dr. Michael Koch als Aufsichtsratsvorsitzender des Klinikums Bad Hersfeld und Geschäftsführer Martin Ködding. Koch betonte den volkswirtschaftlichen Nutzen dieser Investitionen, die das Klinikum als größter Arbeitgeber des Kreises getätigt habe, zumal die meisten Aufträge auch an Unternehmen aus der Region vergeben wurden.
Zugleich kritisierte Koch „verkrustete Strukturen“ bei der Vergabe von Fördermitteln. Vor allem die vorgeschriebenen Ausschreibungsverfahren „ziehen alles in die Länge“. Koch forderte mehr Flexibilität für die Entscheider vor Ort. Trotz bürokratischer Hemmnisse lägen aber alle Arbeiten im Zeit- und Kostenrahmen. Koch und Ködding machten zugleich deutlich, dass die hohen Investitionen und Instandhaltungskosten auch durch einen massiven Investitionsstau speziell am Herz- und Kreislaufzentrum entstanden sind. Das jetzt investierte Geld stamme aber nur zum Teil aus Förderprogrammen von Bund und Land, sondern auch aus Mitteln des Klinikkonzerns. Die Instandhaltungskosten gehen auch zulasten des Betriebsergebnisses. Für das Jahr 2018 erwarten die Kreis-Kliniken einen Verlust von rund sieben Millionen Euro.

26 Millionen Euro in Kreis-Kliniken investiert

Das Klinikum Hersfeld-Rotenburg ist ein Zusammenschluss von acht Gesundheitseinrichtungen im Kreis. Dazu gehören neben dem Klinikum Bad Hersfeld, das Herz- und Kreislaufzentrum (HKZ) in Rotenburg, die Orthopädie im Kurpark, die Klinik am Hainberg, das Medizinische Versorgungszentrum (MVZ), das Institut für Gesundheitsberufe, das Frühförderzentrum und die Häusliche Pflege.
In den Jahren 2016 bis 2018 flossen insgesamt 26,2 Millionen Euro für Investitionen und Instandhaltungsarbeiten in diese kreiseigenen Einrichtungen. „Das ist schon eine ordentliche Hausnummer“, betonte Landrat Dr. Michael Koch, der gestern im Vorfeld der Aufsichtsratsitzung einige der bereits umgesetzten Investitionsprojekte besichtigt hatte.

Im Einzelnen wurden folgende Summen für Neuerungen bislang ausgegeben:

Am Klinikum in Bad Hersfeld:

  • Lungenarbeitsplatz in der Radiologie: 410.000 Euro
  • Energetische Sanierung Bettenhaus West: 530.000 Euro
  • Institut für Gesundheitsberufe: 90.000 Euro
  • 3-D-Anlage OP: 150.000 Euro
  • Parkhaus: 4,2 Mio. Euro
  • Zentralsterilisation: 460.000 Euro
  • Kälteabsorber zur Energie- und CO2-Einsparung: 770.000 Euro

Am Herz- und Kreislaufzentrum in Rotenburg:

  • Pneumologie, z.B. Video-Bronchoskopie: 150.000 Euro
  • Rhythmologie, z.B. Laborausstattung: 100.000 Euro
  • Umbau Herz und Gefäßchirurgie Station 23: 260.000 Euro
  • Neurologie: Umbau Station 55-57: 220.00 Euro
  • Intermediate Care: Umbau und Inbetriebnahme: 300.000 Euro
  • Bettenhaus 1 Umbau Station 6-13, Umbau Studienzentrum: 160.000 Euro
  • Katheter-Labor: 400.000 Euro
  • Hubschrauber-Landeplatz: 100.000 Euro
  • Pneumologie, Bodygerät: 50.000 Euro

Hier finden Sie den Bericht aus der Hersfelder-Zeitung vom 29.05.2019

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