Partikeltherapie

Der Chefarzt der Klinik für Hämatologie und Onkologie, Prof. Jürgen Lohmeyer stellte seine erste onkologische Fortbildung im Klinikum Bad Hersfeld unter den Titel: "Stellenwert der Partikeltherapie in der modernen Onkologie" vor.
Die Direktorin der Abteilung für Strahlentherapie am Universitätsklinikum Gießen-Marburg (UKGM) Prof. Rita Engenhart-Cabillic, eine der renommiertesten Spezialisten zu diesem Thema in Deutschland, berichtete über eineinhalb Jahre Erfahrung an mehr als 250 Patienten am Standort Marburg mit dieser hochspeziellen Therapieform in der Krebsbehandlung. Prof. Lohmeyer zu seiner Referentin: „Ich bin dankbar für Ihre klare Präsentation dieser Patientenschicksale, hinterlegt mit topaktuellen Forschungs- und Studiendaten. Meine Verbundenheit gilt nicht zuletzt der Tatsache, dass ich  in gemeinsamen klinischen Visiten an der Uniklinik Gießen extrem viel von Ihnen gelernt habe“. Über 30 Mediziner hatten sich trotz Osterferien diesen Termin und den vor-Ort Austausch mit dem hochkarätigen Gast nicht entgehen lassen. Die angeregte Diskussion rund um Fragen wie: "Für welche Patientenklientel und Tumorarten ist das hochmoderne Therapiekonzept geeignet, oder ganz praktische Erwägungen wie Zugang, Kosten und Wartezeiten", zeigten die Aktualität und Brisanz des gewählten Themas.

Hintergrund
Seit Oktober 2015 werden unter Leitung von Prof. Rita Engenhart-Cabillic im Marburger Ionenstrahl-Therapiezentrum (MIT) Patienten behandelt. Angewandt wird eine besondere Technik Krebstumore zu bestrahlen, die man auf „normalem“ Wege nicht erreicht. Diese werden dabei mit Kohlenstoff- und Wasserstoffionen beschossen. Ionen können gesundes Gewebe durchdringen, ohne dort Schaden anzurichten, tief im Tumor entfalten sie ihre zerstörerische Wirkung. Von einer Ionentherapie profitieren Krebspatienten, bei denen das Tumorwachstum mit der herkömmlichen Strahlentherapie nicht gestoppt werden kann, weil es technisch unmöglich ist, eine ausreichend hohe Strahlendosis zu verabreichen. Diese Patienten leiden an Tumoren, die tief im Körper liegen, extrem widerstandsfähig gegenüber herkömmlicher Bestrahlung sind, oder von hoch strahlenempfindlichem gesunden Gewebe umschlossen werden, beispielsweise Sehnerv, Hirnstamm, Rückenmark oder Darm.
Besonders günstig ist der Einsatz von Ionenstrahlen auch bei bestimmten Krebsarten im Kindesalter. Gerade bei Kindern ist es wichtig, Langzeitnebenwirkungen einer Therapie zu vermeiden. Mit Ionenstrahlen ist es möglich, das gesunde Gewebe maximal zu schonen. So können unter anderem Wachstums- und Entwicklungsdefizite sowie die Entstehung von Zweittumoren vermieden werden.
Quelle: http://www.ukgm.de/ugm_2/deu/umr_ptz/index.html

Artikel in Osthessen-News vom 12.04.2017

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