Neues Gesetz soll Kliniken stärken

Geschäftsführer beklagt unzureichende Finanzierung

Im Bundestag wird aktuell das Gesetz zur Reform der Krankenhausstruktur beraten. „Unser Ziel ist es, die Strukturen in der deutschen Krankenhauslandschaft so auszurichten, dass die Versorgung der Patienten flächendeckend gesichert ist“, erklärt der heimische CDU Bundestagsabgeordnete Helmut Heiderich. Über die besondere Finanzierung der Qualität sollen die Kliniken außerdem für zukünftige Herausforderungen gestärkt werden. Um sich über die Auswirkungen vor Ort zu informieren und um Verbesserungsvorschläge aus der Praxis aufzunehmen, traf sich Heiderich im Klinikum Bad Hersfeld mit Geschäftsführer Martin Ködding.

An dem Austausch nahmen auch der Betriebsratsvorsitzende Marco Busch, der kaufmännische Leiter Sascha Sandow und CDU-Kreistagsfraktionsvorsitzender Hebert Höttl teil. Heiderich, der im Haushaltsausschuss für den Gesundheitsetat verantwortlich ist, unterstrich, dass mit dem Gesetz eine Verbesserung der Leistungsfähigkeit von Krankenhäusern im ländlichen Raum mit einem breiten Versorgungsauftrag angestrebt werde. Geschäftsführer Martin Ködding machte deutlich, dass neben den jährlichen Auswirkungen aus den Tarifabschlüssen und den Belastungen aus der Altersversorgung für die Mitarbeiter noch weitere Finanzierungsprobleme bestehen.

So werde die ambulante Notfallversorgung nur unzureichend finanziert. Nach einer Studie betragen die Kosten pro behandeltem Notfallpatienten durchschnittlich 120 Euro, während die durchschnittlichen Erlöse nur etwa 32 Euro betragen. „Danach bleibt das Klinikum Bad Hersfeld aufgrund der ambulanten Notfallpatienten auf einer Unterdeckung von 1,2 Millionen Euro sitzen“. Betriebsratsvorsitzender Marco Busch wies auf die hohen Belastungen der Mitarbeiter hin und forderte, dass insbesondere für die kommunalen Krankenhäuser mit Tarifbindung eine entsprechende Refinanzierung geschaffen werden müsse. Durch die Behandlungspauschalen würden private Klinikträger, die mit den Gewerkschaften Haustarifverträge abschließen und die keine Zusatzversorgungslasten haben, gegenwärtig deutlich bevorzugt, erläuterte auch Ködding.

Alle Beteiligten kritisierten außerdem, dass die für die Baumaßnahmen verantwortlichen Bundesländer anstelle der notwendigen, 5 Milliarden Euro die Förderung auf inzwischen 2,7 Milliarden Euro gekürzt hätten. Hier sei es dringend notwendig, den überfälligen Strukturwandel zu finanzieren. Der Bund werde die Länder dabei mit 500 Millionen Euro unterstützen, berichtet Heiderich. (red/jce)

pdf Artikel aus der Hersfelder Zeitung vom 25.09.2015

Notfall und Akutversorgung

 Notfall- und Akutversorgung

Notfallversorgung

 Fragebogen Besucher, Fremdfirmen, Patienten (ambulant) "Corona"

Sofortige Aussetzung aller nicht dringend medizinisch notwendigen Behandlungen

Update Lage 20.03.2020 16:00 Uhr

Klinikum Bad Hersfeld
Die Psychiatrische Institutsambulanz ist in der ehemaligen Psy. Tagesklinik in Betrieb gegangen. Zugang und Zufahrt ist ausschließlich über die Straße am Wendeberg (Einfahrt über dem KfH Dialysegebäude) möglich. Es werden KEINE Patienten durch die Klinik geleitet
Lieferanten, Techniker und Vertreter werden an den Eingängen wie Besucher behandelt. Sie füllen den Fragebogen aus und die Zielstelle (Abteilung, Klinik, etc.) wird angerufen, ob Zutritt gewährt wird. Bei einem JA auf dem Fragebogen kann KEIN Zutritt gewährt werden

HKZ Rotenburg
- Gesonderte Anfahrt der Rettungsdienste für Covid-19  Patienten oder Verdachtsfälle
(Liegendeinfahrt des Kardiologischen Fachkrankenhauses)
- Zur Beschränkung des Besuchsverkehrs werden Besucherkontrollen vorbereitet

Klinik am Hainberg
Einführung einer restriktiven Besucherregelung für die KAH
- externe Besucher haben keinen Zutritt und werden über Aufsteller und Informationstafeln aufmerksam    gemacht.
- Kurier- und Postdienste müssen klingeln und Übergabe erfolgt im „Windfang“ der Haupteingangstür
- keine externe Beurlaubung für die Rehabilitand*innen, z. B zur Belastungserprobung.

Orthopädie
Das MVZ an der Orthopädie stellt seinen Betrieb ein. Patienten werden entweder im Klinikum oder im MVZ Bebra behandelt.
Am Mittwoch, 25.03. werden die bis dahin nicht entlassenen Patienten ins Klinikum verlegt. Die Klinik wird dann bis Freitag, den 27.03. für eine spätere Wiederinbetriebnahme bereit gemacht.