Neue Dialyse-Station am Klinikum Bad Hersfeld eröffnet

Mehr als 500 000 Euro hat das Klinikum Bad Hersfeld-Rotenburg in eine neue Dialyse-Station investiert, die am 1. Januar offiziell in Betrieb genommen wurde. Bis zu zwölf Patienten können dort stationär versorgt werden. Zum Jahresende war der Kooperationsvertrag mit dem Kuratorium für Dialyse und Nierentransplantation (KfH) ausgelaufen. Deshalb wurde jetzt eine eigene Dialysestation aufgebaut.

Unser Foto zeigt Chefärztin Dr. Gisela Schieren und den Leitenden Dialysepfleger Frank Hoffmann am Bett von Patientin Elisabeth Winter aus Kirchheim, die gerade an eine der modernen Maschinen zur Blutreinigung angeschlossen ist. Der 82-jährige Hermann Schmeing aus Seifertshausen fühlt sich sichtlich wohl in den hellen, freundlichen Räumen der neuen Dialysestation im Klinikum. Gut gelaunt liegt er im Krankenhausbett und plaudert mit dem Besucher von der Zeitung. „Wir waren mal Kollegen, ich habe über 20 Jahre lang die HNA ausgetragen“, erzählt der ältere Herr, während sein Blut durch die Dialysemaschine läuft. Patienten wie Hermann Schmeing verbringen viel Zeit mit der Blutreinigung. Dreimal pro Woche zwischen drei bis fünf Stunden dauert die Prozedur. Bei Menschen, deren Nieren nicht mehr richtig arbeiten, wird dabei das Blut über eine Dialysemembran von gelösten Molekülen wie etwa Harnstoff und  Blutsalzen gereinigt. Wegen des Zeitaufwands ist neben der medizinischen Ausstattung auch ein freundliches Umfeld mit Kommunikationsmöglichkeiten und Fernsehern zum Zeitvertreib wichtig.

Bislang hatte das Klinikum diese Leistung bei Kuratorium für Dialyse und Nierentransplantation (KfH) eingekauft. Das KfH betreibt auch ambulante Dialysestationen in Bad Hersfeld, Rotenburg und Heringen. Bedingt durch den chronischen Mangel an medizinischem Personal wurde diese Logistik für das KfH zu aufwendig, sodass der Kooperationsvertrag Ende 2019 gekündigt wurde. Deshalb wurde am Klinikum Bad Hersfeld im neuen Bettenhaus Ost eine eigene Dialysestation mit insgesamt 34 Betten, davon zwölf nur für die Dialyse, eingerichtet. Mehr als 20 Mitarbeiter aller Berufsgruppen betreuen dort die Patienten. „Eine solche Station ist ziemlich einzigartig, die Patienten können direkt hier dialysiert werden und müssen nicht mehr aufwendig durch das ganze Haus transportiert werden“, erklärt Chefärztin Dr. Gisela Schieren, die Fachärztin für Innere Medizin und Nephrologie ist und die Station leitet. Auch Pflegedirektor Michael Gottbehüt lobt das integrative Konzept, weil auf der Station verschiedene Disziplinen zusammen Hand in Hand arbeiten, was auch Vorteile bei der Weiterbildung und Spezialisierung mit sich bringt. Deshalb habe es auch ungewöhnlich viele Bewerbungen auf die Stellenausschreibung gegeben.

Mehr als 500 000 Euro hat das Klinikum in die Station investiert, davon allein 190 000 Euro in die Blutreinigungsmaschinen. „Wie mit einem Einkaufswagen können wir damit direkt zu den Patienten fahren“, erklärt Dr. Schieren. Rund 2500 stationäre Dialysen werden am Klinikum jedes Jahr vorgenommen. Und die Tendenz ist steigend. „Die Patientenzahlen nehmen zu, denn die Menschen werden immer älter und haben häufig mehrere Erkrankungen.“ Auch deshalb sei die neue Struktur der Station vorteilhaft. „Derselbe Arzt betreut die Station und die Dialyse, dadurch ist der Informationsfluss jederzeit gewährleistet“, sagt Dr. Schieren. Zudem liege die neue Station direkt über der Intensivstation, sodass es auch hier kurze Wege gibt. In den Zeiten vor der stationären Dialyse mussten die Patienten sogar teilweise mit dem Krankenwagen in das benachbarte Gebäude zur Dialyse transportiert werden. „Das war für die oft alten und gebrechlichen Patienten eine richtige Qual“, erinnert sich Stationsleiter Zoran Bursac. „Mit einem Kaltstart zum Jahreswechsel ist die Station um Mitternacht in Betrieb gegangen“, erzählt Chefärztin Dr. Schieren. Offiziell soll die Station mit einem Eröffnungssymposium am 25. April auch ärztlichen Kollegen vorgestellt werden.

Hier finden Sie den Bericht aus der Hersfelder-Zeitung vom 03.01.2020

Notfall und Akutversorgung

 Notfall- und Akutversorgung

Notfallversorgung

 Fragebogen Besucher, Fremdfirmen, Patienten (ambulant) "Corona"

Sofortige Aussetzung aller nicht dringend medizinisch notwendigen Behandlungen

Update Lage 20.03.2020 16:00 Uhr

Klinikum Bad Hersfeld
Die Psychiatrische Institutsambulanz ist in der ehemaligen Psy. Tagesklinik in Betrieb gegangen. Zugang und Zufahrt ist ausschließlich über die Straße am Wendeberg (Einfahrt über dem KfH Dialysegebäude) möglich. Es werden KEINE Patienten durch die Klinik geleitet
Lieferanten, Techniker und Vertreter werden an den Eingängen wie Besucher behandelt. Sie füllen den Fragebogen aus und die Zielstelle (Abteilung, Klinik, etc.) wird angerufen, ob Zutritt gewährt wird. Bei einem JA auf dem Fragebogen kann KEIN Zutritt gewährt werden

HKZ Rotenburg
- Gesonderte Anfahrt der Rettungsdienste für Covid-19  Patienten oder Verdachtsfälle
(Liegendeinfahrt des Kardiologischen Fachkrankenhauses)
- Zur Beschränkung des Besuchsverkehrs werden Besucherkontrollen vorbereitet

Klinik am Hainberg
Einführung einer restriktiven Besucherregelung für die KAH
- externe Besucher haben keinen Zutritt und werden über Aufsteller und Informationstafeln aufmerksam    gemacht.
- Kurier- und Postdienste müssen klingeln und Übergabe erfolgt im „Windfang“ der Haupteingangstür
- keine externe Beurlaubung für die Rehabilitand*innen, z. B zur Belastungserprobung.

Orthopädie
Das MVZ an der Orthopädie stellt seinen Betrieb ein. Patienten werden entweder im Klinikum oder im MVZ Bebra behandelt.
Am Mittwoch, 25.03. werden die bis dahin nicht entlassenen Patienten ins Klinikum verlegt. Die Klinik wird dann bis Freitag, den 27.03. für eine spätere Wiederinbetriebnahme bereit gemacht.