Moderne Technik für die Zentrale Notaufnahme

Klinikum Bad Hersfeld investiert eine Million Euro in neues CT

Einen neuen Computertomographen (CT) hat das Klinikum Bad Hersfeld nun direkt in der erst kürzlich modernisierten Zentralen Notaufnahme (ZNA) in Betrieb genommen. „Das neue Gerät trägt maßgeblich zur Verbesserung der Behandlung kritisch kranker Patienten bei“, so Dr. Anette Richter, Chefärztin der ZNA. Zusammen mit den Umbaumaßnahmen hat das Klinikum hier rund eine Million investiert. 

"CT", das steht für "Computertomografie" und ist das wichtigste Röntgenverfahren in der Notfalldiagnostik. Innerhalb von Sekunden können bildgebend lebensbedrohliche Erkrankungen erkannt werden. Hierzu wertet ein Radiologe die CT-Bilder aus, mit deren Hilfe er direkt in den Körper des Patienten hinschauen kann. Denn ein CT erzeugt im Gegensatz zum normalen Röntgen sogenannte "Schnittbilder" des Körpers, in denen alle Organe sehr genau beurteilbar sind. Mit diesen Schnittbildern kann der Radiologie die Diagnose der Erkrankung stellen und die Therapie kann sofort beginnen. 
Geschäftsführer Rolf Weigel zum Stellenwert der Investition: „Bei der Beschaffung handelt es sich mit rund 1 Mio. Euro um eine der größten Einzelinvestition des Klinikums im laufenden Jahr. Eine besondere Herausforderung für alle Beteiligten stellte der Umbau im laufenden Krankenhausbetrieb dar. Dafür, dass dies doch so reibungslos von statten ging, kann ich unseren Mitarbeitern nur herzlich Danke sagen.“

"Weiterhin steht unverändert ein zweites CT-Gerät in der radiologischen Abteilung für alle stationären Patienten zur Verfügung, sodass es auch hier zu keinerlei Wartezeiten kommt" ergänzt  Dr. Peter Schmidt, Chefarzt der Klinik für Radiologie und Neuroradiologie.  Der sogenannte "Somatom Definition Edge", so der technische Name des neuen CT-Geräts, verfügt über den  neuesten Stand der  Technik, sodass es exzellente diagnostische Ergebnisse liefert. „Diese hochwertigen Ergebnisse produziert das Gerät bei gleichzeitig geringer Strahlenbelastung für den Patienten selbst“, betont Dr. Peter Schmidt. Damit können Strukturen bis zu 0,3 mm sichtbar gemacht werden, was die Bildschärfe enorm steigert. Der komplette Brust- oder auch Bauchbereich kann somit binnen weniger Sekunden untersucht werden – langes Luftanhalten entfällt, ideal bei schmerzgeplagten Patienten. "Eine weitere Anwendungsmöglichkeit", so der Chefarzt, "ist beispielsweise die Analyse einer Stenose oder eines Stents bei Herzpatienten. Die CT- Herzbildgebung ist inzwischen auf so einem hochwertigen Stand angelangt, dass manchem dem Patienten sogar eine Herzkatheteruntersuchung erspart werden kann".  „Wir erreichen auf diese Weise eine deutliche Beschleunigung der bildgebenden Notfalldiagnostik. Dies ist ein zentraler Vorteil sowohl für schwer verletzte Patienten als auch internistische Notfälle wie Infarkte oder Schlaganfälle“, so Richter weiter. Die beiden Computertomographen des Hauses werden von Anja Fischer, der leitenden medizin-technischen Assistentin für Radiologie, und ihrem Team betreut. 

Der Medizinische Direktor PD Dr. Dalibor Bockelmann beschreibt die neue Einheit inmitten der modernen ZNA als Meilenstein gleich mehrerer wichtiger Wege des Konzerns: „Neben der Modernisierung verschiedener Bereiche in unseren Häusern ist die Installation des neuen CTs ein enormer Gewinn für den Patienten selbst. So ist nun auf kürzestem Wege, in direkter Nachbarschaft des Schockraums der ZNA eine umfangreiche Diagnostik möglich, die durch die Radiologie und das Team der Notaufnahme interdisziplinär durchgeführt wird.“

Bildunterschrift:
Im Bild v.l.n.r. : Fabian Göller (stellv. Leitung MT-R) Jan Routa (Leiter Bau-Technik),  Anja Fischer (Leitende MT-R), Dr. Anette Richter (Chefärztin ZNA), Fabian Kieker (Ltd. Oberarzt Radiologie)