Mit der guten Fee spielend gesund werden

Claudia Wagner heißt die „Gute Fee“, die seit Herbst letzten Jahres im Einsatz in der Kinderklinik im Klinikum Bad Hersfeld ist. Mit ihrem Motto „Spielend gesund werden“ betreut sie regelmäßig nachmittags kleine und große Patienten. Gefördert wird ihre Stelle durch den Verein Medikids.

„Beim erstmaligen Betreten der Zimmer weiß ich oftmals nicht mehr als den Namen und das Alter der in der Kinderklinik aufgenommenen Kinder.  Sicher weiß ich jedoch, dass die ambulante und besonders auch stationäre Behandlung eine Ausnahmesituation für sie ist, die Angst machen kann“, weiß Claudia Wagner. Entsprechend wichtig ist Empathie und spontanes Einfühlungsvermögen in die Situation. Dabei ist jeder Patient anders: Die Kinderklinik am Klinikum Bad Hersfeld behandelt sowohl Früh- und Neugeborene als auch Teenager und junge Erwachsene. Zusätzlich hat Claudia Wagner ein offenes Ohr für ihre Eltern, die gleichermaßen wie ihre Kinder über das gerade Erlebte und empfundene Sorgen mit ihr sprechen können. „Meistens spielen wir gemeinsam ein Gesellschafts- oder auch Rollenspiel oder malen etwas. Viele der jungen Patienten beginnen dann ganz alleine das Gespräch oder finden auch gerade in der Spielsituation oder beim gemeinsamen Basteln eine Ablenkung vom Geschehen um sie herum“, betont die 50-Jährige. Dabei beschäftigten die Kinder ganz unterschiedliche Gedanken, wie beispielsweise eine anstehende OP, ein Unfall, das Stillhalten-Müssen für Untersuchungen oder auch das für das Kind fremde Krankenhauspersonal. Besonders gefragt sei ihre Arbeit in sehr gravierenden Situationen, beispielsweise wenn eine gesamte Familie einen Unfall hatte oder sich Kinder ohne Eltern auf der Station befinden.

Dabei steht sie in engem Austausch mit dem Chefarztteam aus Dr. Carmen Knöppel und Dr. Holger Hauch. „Das Motto unserer Klinik lautet ‚Wir wollen gesunde Kinder‘ und dazu gehört, dass ein Kind sich wohl und sicher fühlt. Nur wenn es Vertrauen in die Situation und auch uns als Ärzte hat, erholt es sich schnell“, ergänzt Knöppel. Ein solcher Patient ist der 5-jährige Titus, der mit seiner Mutter seit zwei Tagen auf der Kinderstation ist. Seit seiner Geburt macht ihm seine rechte Körperhälfte Probleme: „Seit dem Sommer knickt mein Bein immer mal weg. Das tut nicht so weh, aber ich kann nicht so schnell rennen wie die anderen Kinder“, berichtet uns Titus. Verschiedene Untersuchungen wurden in den vergangenen beiden Tagen durchgeführt. So unter anderem ein MRT und CT oder eine Blutuntersuchung. Zwischen den Arztterminen findet man Titus und seine Mutter Annabella Zechmeister meist im Spielzimmer von Claudia Wagner. Dass der Junge sich wohlfühlt bezeugt nicht nur die gebaute Lego-Burg oder die vielen selbst gemalten Bilder. Auch Titus Mutter ist froh über die Ablenkung und die Gespräche mit Claudia Wagner: „So ein liebevoll aufgebautes Spielzimmer ist gerade für Kinder in dem Alter eine willkommene Ablenkung zum Krankenhauszimmer. Auch ich selbst bin froh darüber, hier nochmal bei einer Erzieherin die Empfindungen von Titus oder auch meine Sorgen ansprechen zu können.“

Möglich gemacht hat dies alles der seit Jahren etablierte Förderverein der Kinderklinik, die Medikids, der sowohl die Personal- als auch anfallende Materialkosten sowie die Ausstattung des Spielzimmers aus Spenden finanziert. „Wir können uns bei den Medikids nur herzlichst für die finanzierte Erzieherinnenstelle bedanken. Aus dem Personalbudget von Kinderkliniken, die deutschlandweit alle unter finanziert sind, ließe sich die ‚Gute Fee‘ aktuell nicht refinanzieren, obwohl die erzieherisch-pädagogische Mitbetreuung von Kindern im Krankenhaus eigentlich nicht wegzudenken ist und als wichtiger Baustein in eine allumfassende Grundversorgung von Kindern gehört“, so Knöppel. Umso schöner ist es, wenn dann auch kleine Patienten wie Titus am Ende sagen können: „Krankenhaus ist gar nicht so schlimm, wie ich dachte!“

Bildunterschrift: Im eigens dafür eingerichteten Spielzimmer gibt es für Titus Bücher, Gesellschaftsspiele, Bausteine und den Heißluftballon mit Korb, gesponsert durch Medikids.

Notfallversorgung

Aktuelles zur Besucherregelung: 3G notwendig

Für Patienten

  • keine 3G-Kontrolle
  • Bitte geben Sie Ihre Daten über den Fragebogen an bzw. nutzen Sie die Luca-App

Für Besucher

  • Besuchszeit von 14:00 bis 19:00 (außerhalb dieser Zeiten sind Ausnahmen möglich, sofern Sie eine Absprache mit dem behandelnden Arzt treffen)
  • Temperaturmessung
  • 3G Kontrolle (offizieller Impf- oder Genesenennachweis, offizielles negatives Testergebnis <24h)
  • Bitte geben Sie Ihre Daten über den Fragebogen an bzw. nutzen Sie die Luca-App

 Fragebogen Besucher, Fremdfirmen, Patienten (ambulant) "Corona"

Zugangsregelungen

Abgabe von Wäsche, Taschen und persönlichen Utensilien bitte am Haupteingang von 11:00 bis 12:00 und 17:00 bis 19:00 Uhr.

Freier Durchgang für Patienten
Zugangsregelungen im Klinikum Bad Hersfeld angepasst
Das Klinikum Bad Hersfeld hat in Abstimmung mit dem örtlichen Gesundheitsamt eine Erleichterung für Patienten beschlossen.
Patienten mit einem Termin in der Strahlentherapie, Mammographie Screening, Physiotherapie, für eine Stationäre Aufnahme,  eine Ambulante Operation,  im MVZ Augen oder Nuklearmedizin dürfen nun unter Voraussetzung der 3Gs (Geimpft, Genesen, Getestet)  - Geimpft (Nachweis über Impfpass oder Bescheinigung), Genesen (Bestätigungsschreiben des Gesundheitsamtes), Getestet (Nachweis eines öffentlichen Testzentrums- nicht älter als 24h-, Selbsttests werden nicht anerkannt) und idealerweise mit der LUCA App ohne weitere Kontrollen das Klinikum betreten. Diese Regelung trifft ebenfalls auf das MVZ am Klinikum zu.
Für Besucher und Vertreter gelten weiterhin die 3 Gs, sie registrieren sich, wie auch die fußläufigen Patienten der Notaufnahme, mit dem Erfassungsbogenbogen.

FAQs zum Klinikum Hersfeld-Rotenburg 2025

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