Mehr Hilfe vor Ort für Kinder

Seit August bietet die Bad Hersfelder Kinderklinik einmal im Monat eine kinderchirurgische Sprechstunde an. Ab Dezember können nun auch kleinere operative Eingriffe im Klinikum vorgenommen werden. Die Chefärztin der Kinderklinik in Bad Hersfeld, Dr. Carmen Knöppel, und Dr. Florian Obermayr, Oberarzt der Kinderchirurgie in Marburg, geben Auskunft über die Vorteile der neuen Sprechstunde und die Aufgabenbereiche eines Kinderchirurgen.

Was genau ist neu in der Kinderklinik Bad Hersfeld?
Am ersten Montag jedes Monats steht Dr. Florian Obermayr für die kinderchirurgische Sprechstunde im Klinikum in Bad Hersfeld bereit. Ab Dezember nimmt er zudem kleinere Operationen am Klinikum vor. Dann operiert er vormittags von 8 bis 12 Uhr, von 13 bis 17 Uhr ist er dann für die Sprechstunde vor Ort.

Wer ist Dr. Florian Obermayr?
Florian Obermayr hat in Tübingen von 1998 bis 2004 Medizin studiert und in der Abteilung für Kinderchirurgie seine Facharztausbildung absolviert. Zwischen 2015 und 2016 war er dort Oberarzt, seit 2016 ist er Oberarzt und Leiter der Kinderurologie in der Klinik für Kinderchirurgie in Marburg, wo er auch habilitiert hat. Er hat sich für die Kinderchirurgie entschieden, weil es ein Fach mit breitem Spektrum ist.  „Kinder sind keine kleinen Erwachsenen. Es gibt ganz spezielle Krankheitsbilder, die andere operative und diagnostische Herangehensweisen notwendig machen, als im Erwachsenenalter“, sagt Obermayr.

Womit befasst sich die Kinderchirurgie?
Die häufigsten Diagnosen, die in der Kinderchirurgie behandelt werden, sind Gehirnerschütterungen, Leisten- und Armbrüche, Blinddarmentzündungen und die Abklärung von Bauchschmerzen. Besonders wichtig sind Kenntnisse des Wachstums und der Reifung sowie des Zusammenspiels der verschiedenen Organsysteme, um auch komplexe angeborene Fehlbildungen sowie Erkrankungen mit besonderer Dynamik im Wachstumsalter behandeln zu können.

Was ist Sinn und Zweck der Kinderchirurgischen Sprechstunde?
Es soll einen Ansprechpartner vor Ort geben. Eltern können mit ihren Kindern mit zahlreichen gesundheitlichen Problemen zur Sprechstunde kommen. Dabei gibt es vor allem drei Bereiche, die in der Sprechstunde eine Hauptrolle spielen: chronische und angeborene Krankheiten, geplante und kleinere kinderchirurgische Eingriffe sowie die Nachbehandlung. Das gesamte Spektrum der Kinderchirurgie ist hierbei abgedeckt, die Beratung findet auf universitärem Niveau statt. Zudem soll den Kinderärzten so die Expertise eines kinderchirurgischen Facharztes zur Seite gestellt werden. Sollte die Behandlung in der Kooperationsklinik in Marburg notwendig werden, kann die Nachbehandlung in Bad Hersfeld stattfinden. Das spart lange Fahrten, Zeit und Nerven.

Wie melde ich ein Kind für die Sprechstunde an?
Die Anmeldung ist über das Sekretariat der Kinderklinik oder über ein Anmeldeformular auf der Homepage möglich.

Wie kam es überhaupt zur Einführung der kinderchirurgischen Sprechstunde?
 „Wir haben hier keine Kinderchirurgie, aber öfter Kinder mit solchen Symptomen. Im Umkreis sind die Wege zu Kinderchirurgen recht weit. Die nächsten sind in Kassel, Marburg, Gießen, Frankfurt oder im Osten“, sagen Obermayr und Knöppel. Man wolle einen Ansprechpartner vor Ort haben. Die Besonderheit der Kinderklinik in Bad Hersfeld ist, dass sie mit Dr. Carmen Knöppel und Dr. Holger Hauch zwei Chefärzte hat, die die Klinik seit 2016 im kooperativen Chefarztmodell mit universitärer Anbindung leiten, weil beide zudem noch als Oberärzte in den Unikliniken Marburg (Knöppel) und Gießen (Hauch) arbeiten. Das sorgt für eine besondere Kooperation zwischen den drei Standorten.

Welche Operationen übernimmt Obermayr in Bad Hersfeld?
In Bad Hersfeld können kinderchirurgische Standardeingriffe vorgenommen werden, die keiner langwierigen Nachsorge bedürfen. Nach Diagnose durch die Kinderärzte werden die Patienten bei Obermayr vorgestellt, der dann die Operation plant. Der Eingriff kann dann in Bad Hersfeld stattfinden. Komplexere Eingriffe, die beispielsweise einer postoperativen intensivmedizinischen Nachbetreuung bedürfen, werden in Marburg vorgenommen. Diese Patienten können dann aber wiederum in Bad  Hersfeld ambulant nachbehandelt werden.

Hier finden Sie den Bericht aus der Hersfelder-Zeitung vom 07.11.2018

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