Lungen-Modell lockte Besucher an

Über 100 Interessierte sind zum zweiten Lungentag ins Rotenburger Herz-Kreislauf-Zentrum gekommen, um sich über Lunge und Atmung zu informieren. „Dicke Luft, Gefahr für die Lunge – oder wie unsere Lunge auf die Umwelt reagiert“ lautete das Motto der Veranstaltung.

„Wir freuen uns, dass das Thema Lunge und Atmung so hoch interessiert von der Bevölkerung angenommen wird“, sagte Chefarzt Professor Ulrich Wagner beim Blick ins Auditorium. Nach den Grußworten des Klinikum-Geschäftsführers Martin Ködding referierte Dr. Rainer Michulla im ersten Vortrag über Allergien und Asthma im unmittelbaren Zusammenhang mit den eigenen Haustieren. Chefarzt Professor Ulrich Wagner gab im zweiten Vortrag Antworten auf die Frage „Schadet die Umwelt unserer Lunge?“. Den Besuchern wurden hier die Umwelteinflüsse auf die Lunge dargestellt, die Schäden bis hin zum Lungenkrebs auslösen können. Im Schlussvortrag warf noch einmal Dr. Michulla einen Blick in das Schlafzimmer. Unter dem Titel „Das feuchte Schlafzimmer.

Was macht der Schimmelpilz mit meiner Lunge?“, warnte er vor Schimmelpilzen in den eigenen Wohnräumen. Schimmelpilzsporen, Vogelkot oder Vogeleiweiße seien Erreger, die eine allergische Erkrankung der Lungenbläschen herbeiführen können. Zum Abschluss der Veranstaltung beantworteten Professor Wagner und Dr. Michulla in einer lebhaften Diskussionsrunde die zahlreichen Fragen der Gäste rund um die Themen Allergien, Schimmelpilze, Lunge und Atmung.
Zwischen den drei Vorträgen hatten die Besucher Gelegenheit, sich an den Ständen direkt im Festsaal zu beteiligen. An einer Puppe wurde die Technik des Bronchoskopierens anschaulich erklärt. Man erfuhr den Unterschied zwischen starrer und flexibler Bronchoskopie und durfte dabei auch selber Hand anlegen.

Info-Stände gut besucht
Ein besonderer Höhepunkt war das Modell der begehbaren Lunge. Hier konnten die Besucher das Organ in überdimensionaler Größe in Augenschein nehmen und sich von den Fachmedizinern erklären lassen. Auch die Demonstration von Lungenfunktionstests stieß auf reges Interesse. Dichtes Gedränge herrschte auch im Foyer des Durstewitz-Hauses. Die Informationsstände von zahlreichen Selbsthilfegruppen und Herstellern von Medizinprodukten waren sehr gut frequentiert. „Der Lungentag hat sich bereits mit der zweiten Veranstaltung etabliert und wird sicher auch im nächsten Jahr ein fester Bestandteil im Veranstaltungskalender unserer Klinik sein“, sagte Professor Wagner. (red/ass)

Hier finden Sie den Bericht aus der Hersfelder Zeitung vom 06.11.2018

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