Kreis und Klinikum enttäuscht von Gesetzentwurf

23.03.20 13:37 Waldhessen. „Mit dem am Samstag vorgelegten ‚Gesetzentwurf zum Ausgleich COVID-19 bedingter finanzieller Belastungen der Krankenhäuser und weiterer Gesundheitseinrichtungen‘ bricht der Gesundheitsminister die Zusage der Bundesregierung, die Krankenhäuser Deutschlands vor finanziellem Schaden zu bewahren“ - in einer gemeinsamen Pressemitteilung melden sich Hersfeld-Rotenburgs Landrat Dr. Michael Koch und der Geschäftsführer des Klinikums Hersfeld-Rotenburg, Martin Ködding zu Wort. Koch sagt: „Das Bundesgesundheitsministerium setzt damit das wichtigste Gut in dieser schwierigen Lage aufs Spiel: Vertrauen. Während Deutschland stillsteht und alle den Zusagen des Bundes und der Länder vertrauen müssen, ist dieser Gesetzentwurf ein nicht nachvollziehbarer Fauxpas.“ Die Kliniken haben in den vergangenen Wochen die behördlichen Anordnungen umgesetzt, nicht dringend notwenige Behandlungen abzusagen und schon im Krankenhaus aufgenommene Patienten wieder zu entlassen. Auch die Ambulanzen mussten deutlich eingeschränkt werden, um Kontakte in den Kliniken zu reduzieren. Damit werden staatlich verordnete Umsatzeinbrüche von 50 Prozent oder mehr entstehen, prognostizieren die beiden.

Martin Ködding sagt: „Statt der Ankündigung einer vollständigen Refinanzierung gerecht zu werden, legt die Bundesregierung nun einen Gesetzentwurf vor, der finanziell völlig unzureichend ist. Neue Dokumentations- und Nachweisvorgaben sowie zahlreiche Vorbehalte und Bedingungen würden dazu führen, dass wir noch jahrelang streiten müssten - selbst wenn irgendwann die Coronakrise überwunden ist.“ Sollte der Gesetzentwurf in der derzeitigen Fassung so beschlossen werden, bestünde die Gefahr, dass in der Krisensituation die notwendigen Mittel nicht zur Verfügung stehen und Kliniken jetzt schon Insolvenz anmelden müssen. Spätestens aber, wenn die „Abrechnung“ der jetzt zur Verfügung gestellten Mittel mit den Krankenkassen und Behörden ansteht und Rückzahlungen erforderlich werden, sei eine Welle von Insolvenzen der deutschen Krankenhäuser zu befürchten. Ködding weiter: „Dieser Gesetzentwurf ist eine Ohrfeige für die deutschen Krankenhäuser. Einerseits machen wir alles möglich, um die uns anvertrauten Patienten auch in dieser Krisensituation bestmöglich zu versorgen und statt den angekündigten Schutzschirm aufzuspannen, lässt uns die Bundesregierung im Regen stehen. Wie soll ich das unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erklären? Wir fühlen uns verraten und verkauft.“

Beide appellieren daher an die Kanzlerin, alle Bundestagsabgeordneten sowie die Ministerpräsidenten der Bundesländer, bei dem anstehenden Gesetzgebungsverfahren ihren Einfluss geltend zu machen und die deutschen Kliniken in dieser Situation nachhaltig finanziell zu stärken.

Hier finden Sie den Bericht aus dem Kreisanzeiger vom 23.03.2020

Notfallversorgung

Aktuelles zur Besucherregelung: 3G notwendig

Für Patienten

  • keine 3G-Kontrolle
  • Bitte geben Sie Ihre Daten über den Fragebogen an bzw. nutzen Sie die Luca-App

Für Besucher

  • Besuchszeit von 14:00 bis 19:00 (außerhalb dieser Zeiten sind Ausnahmen möglich, sofern Sie eine Absprache mit dem behandelnden Arzt treffen)
  • Temperaturmessung
  • 3G Kontrolle (offizieller Impf- oder Genesenennachweis, offizielles negatives Testergebnis <24h)
  • Bitte geben Sie Ihre Daten über den Fragebogen an bzw. nutzen Sie die Luca-App

 Fragebogen Besucher, Fremdfirmen, Patienten (ambulant) "Corona"

Zugangsregelungen

Abgabe von Wäsche, Taschen und persönlichen Utensilien bitte am Haupteingang von 11:00 bis 12:00 und 17:00 bis 19:00 Uhr.

Freier Durchgang für Patienten
Zugangsregelungen im Klinikum Bad Hersfeld angepasst
Das Klinikum Bad Hersfeld hat in Abstimmung mit dem örtlichen Gesundheitsamt eine Erleichterung für Patienten beschlossen.
Patienten mit einem Termin in der Strahlentherapie, Mammographie Screening, Physiotherapie, für eine Stationäre Aufnahme,  eine Ambulante Operation,  im MVZ Augen oder Nuklearmedizin dürfen nun unter Voraussetzung der 3Gs (Geimpft, Genesen, Getestet)  - Geimpft (Nachweis über Impfpass oder Bescheinigung), Genesen (Bestätigungsschreiben des Gesundheitsamtes), Getestet (Nachweis eines öffentlichen Testzentrums- nicht älter als 24h-, Selbsttests werden nicht anerkannt) und idealerweise mit der LUCA App ohne weitere Kontrollen das Klinikum betreten. Diese Regelung trifft ebenfalls auf das MVZ am Klinikum zu.
Für Besucher und Vertreter gelten weiterhin die 3 Gs, sie registrieren sich, wie auch die fußläufigen Patienten der Notaufnahme, mit dem Erfassungsbogenbogen.

FAQs zum Klinikum Hersfeld-Rotenburg 2025

Finden Sie hier Fragen & Antworten zum Klinikum Hersfeld-Rotenburg 2025.

Oder laden Sie die  FAQs Klinikum Hersfeld-Rotenburg direkt herunter.