Klinikum-Bettenhaus Mitte wird saniert

Patienten, Angehörige und Klinikleitung dürfen aufatmen: Die Mitglieder des Kreistags ebneten am Montag den Weg für die dringend erforderliche Sanierung des Bettenhauses Mitte. Geschlossen sprachen sich die Parlamentarier dafür aus, dass der Landkreis Hersfeld-Rotenburg ein Darlehen in Höhe von bis zu zehn Millionen Euro für das Bad Hersfelder Klinikum aufnehmen darf. Um dies bewerkstelligen zu können, musste die Haushaltssatzung entsprechend abgeändert werden. Jetzt soll – laut Landrat Dr. Michael Koch (CDU) – schnellstmöglich in die Planungen gegangen werden, damit mit den Umbaumaßnahmen noch in diesem Jahr begonnen werden kann.

Einmütigkeit herrschte zudem in Sachen interkommunale Zusammenarbeit mit der Festspielstadt. So zeigt sich der Landkreis künftig für den vorbeugenden Brandschutz zuständig. Seit längerem gibt es in puncto Stadtbrandinspektor eine gewisse Vakanz zu verzeichnen. Hauptgrund dafür sind die Anforderungen im Bereich des vorbeugenden Brandschutzes, die im Ehrenamt nicht zu leisten sind. Jetzt scheinen die Zeiten, in denen Bürgermeister Thomas Fehling Feuerwehrangehörige per Dienstanweisung für diesen Posten einsetzen musste, bald ein Ende zu haben.

Für – teilweise – hitzig geführte Debatten sorgten gleich drei Resolutionen. Im Blickpunkt standen die fortlaufend angespannte Lage bei K+S, die umstrittene SuedLink-Trasse sowie die katastrophale Postzustellung in der Region – die Briefe kommen verspätet oder gar nicht bei ihren Adressaten an. Hinsichtlich der von der SPD formulierten Resolution, in der der Kreistag abermals seine Solidarität mit den von Produktionseinschränkungen geplagten Kali-Kumpel bekundet, ließ sich gehöriger Redebedarf verzeichnen.

Letzten Endes, nachdem CDU und FDP die Willenserklärung modifiziert hatten, trug das Gros der Kreistagsmitglieder das Schriftstück mit. Ziel sei es, über die Parteigrenzen hinaus, ein deutliches Signal zu senden. „Der Kreistag spricht sich entschieden dagegen aus, die aktuellen Probleme bei K+S für bundes- beziehungsweise landespolitische Profilierungsversuche zu missbrauchen. Diese konterkarieren die parteiübergreifenden Bemühungen vor Ort, die Produktion in der osthessischen Kaliregion langfristig zu sichern“, heißt es in der Resolution. Zudem machen sich die Parlamentarier stark für die sogenannte Oberweser-Pipeline.

Post aus dem Landkreis Hersfeld-Rotenburg werden demnächst die Landesregierung, das Regierungspräsidium (RP) Kassel und der Netzbetreiber TenneT erhalten. Mehrheitlich verabschiedete der Kreistag eine Resolution der SPD, die in einigen Aspekten von den Grünen ergänzt wurde. Wie auch seine thüringischen Nachbarn macht Waldhessen Front gegen die Gleichstromleitung, fordert eine Überprüfung deren Notwendigkeit. Eine Erdverkabelung mache die Trasse nicht plausibler, lautete der Grundtenor. Hintergrund ist, dass seit Anfang 2016 für Gleichstromleitungen wie SuedLink neue Planungsvorgaben gelten: Statt als Freileitung muss das Projekt vorrangig als Erdkabel realisiert werden.

Einstimmig brachten die Kreistagsmitglieder eine Resolution der CDU auf die Reise. Der Adressat? Die massiv in die Kritik geratene Deutsche Post AG. Christian Grunwald, Bürgermeister der Stadt Rotenburg an der Fulda, meinte, dass es seitens des Unternehmens unredlich sei, die Verantwortung an die Mitarbeiter abzuschieben. „Wir beanstanden die aktuell mangelhafte Zustellung und fordern deutliche Nachbesserungen in Bezug auf die interne Kommunikation und die personelle Infrastruktur, damit die Post beim Adressaten ankommt.“ Alle Fraktionen unterstrichen, dass sich die Kritik nicht gegen die Postbediensteten, sondern die Führungsriege des Konzerns richte. (Stefanie Harth) +++

Notfallversorgung

 Fragebogen Corona

Sofortige Aussetzung aller nicht dringend medizinisch notwendigen Behandlungen

Update Lage 20.03.2020 16:00 Uhr

Klinikum Bad Hersfeld
Die Psychiatrische Institutsambulanz ist in der ehemaligen Psy. Tagesklinik in Betrieb gegangen. Zugang und Zufahrt ist ausschließlich über die Straße am Wendeberg (Einfahrt über dem KfH Dialysegebäude) möglich. Es werden KEINE Patienten durch die Klinik geleitet
Lieferanten, Techniker und Vertreter werden an den Eingängen wie Besucher behandelt. Sie füllen den Fragebogen aus und die Zielstelle (Abteilung, Klinik, etc.) wird angerufen, ob Zutritt gewährt wird. Bei einem JA auf dem Fragebogen kann KEIN Zutritt gewährt werden

HKZ Rotenburg
- Gesonderte Anfahrt der Rettungsdienste für Covid-19  Patienten oder Verdachtsfälle
(Liegendeinfahrt des Kardiologischen Fachkrankenhauses)
- Zur Beschränkung des Besuchsverkehrs werden Besucherkontrollen vorbereitet

Klinik am Hainberg
Einführung einer restriktiven Besucherregelung für die KAH
- externe Besucher haben keinen Zutritt und werden über Aufsteller und Informationstafeln aufmerksam    gemacht.
- Kurier- und Postdienste müssen klingeln und Übergabe erfolgt im „Windfang“ der Haupteingangstür
- keine externe Beurlaubung für die Rehabilitand*innen, z. B zur Belastungserprobung.

Orthopädie
Das MVZ an der Orthopädie stellt seinen Betrieb ein. Patienten werden entweder im Klinikum oder im MVZ Bebra behandelt.
Am Mittwoch, 25.03. werden die bis dahin nicht entlassenen Patienten ins Klinikum verlegt. Die Klinik wird dann bis Freitag, den 27.03. für eine spätere Wiederinbetriebnahme bereit gemacht.