Herz-Kreislauf-Zentrum erneut ausgezeichnet

Vor drei Jahren war das Herz-Kreislauf-Zentrum die erste Klinik in Hessen mit dem Zertifikat "Klinik für Diabetespatienten geeignet" DDG. Nun wurde das Zertifikat von der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) erneut bestätigt - ein schöner Erfolg für das Diabetes-Team.

Die Freude war groß, als man die Rezertifizierungs-Urkunde in Händen hielt. Kardiologe und Diabetologe Ralf Mootz, Diabetesberaterin Heidi Hüttner-Roth und Dipl. Oecotrophologin Tina Bernhardt kümmern sich seit mehreren Jahren als Diabetes-Team um eine optimale Versorgung dieser Patientengruppe. Für die Rezertifizierung wurden alle Standards in ihrem Bereich auf den Prüfstand gestellt und schließlich positiv bewertet.

Das Zertifikat „Klinik für Diabetespatienten geeignet“ DDG hat das Ziel, die Qualität der Behandlung für Menschen mit der Nebendiagnose Diabetes zu verbessern und damit die stationäre Behandlung zu optimieren. Der Patient mit Diabetes benötigt bei einem stationären Aufenthalt eine besondere Betreuung. Wenn zum Beispiel bei schweren Erkrankungen eine OP notwendig wird, muss der Blutzucker besonders berücksichtigt werden. Zudem wird der Stoffwechsel des Patienten zusätzlich durch Stressfaktoren wie z.B. Sorge um die Gesundheit, ungewohnte Umgebung, Essen und Bewegung beeinflusst.

Diabetologe Ralf Mootz: "Wir führen in unserer Klinik ein routinemäßiges Screening auf erhöhte Blutzuckerwerte durch. Bei jedem neu aufgenommenen Patienten wird der Blutzuckerwert mitbestimmt. Damit werden nicht nur die Diabetes-Patienten bezüglich ihrer Blutzucker-Einstellung überprüft, sondern auch Menschen identifiziert, deren Diabetes bislang unentdeckt geblieben ist.“ Das Diabetes-Team betreut die Patienten per Konsil-Auftrag.

Ein Patient, dem auf diese Weise geholfen werden konnte, ist Lothar Ackermann aus Unteruffhausen. In der Zeit vor seiner Reha im HKZ spürte er zu Hause bereits die Auswirkungen von wiederkehrenden Unterzuckerungen mit Augenflimmern und starkem Schwitzen. "Das Gehen fällt schwer, da läuft man manchmal rum wie betrunken", so der 78-jährige Rentner. "Schon morgens beim Kaffeetrinken war ich müde und bin beim Kreuzworträtsel fast eingeschlafen." Während seines HKZ-Aufenthalts kümmerte man sich nun nicht nur um rehabilitative Maßnahmen nach seinem Stent-Eingriff, sondern nahm sich auch seiner Diabetes-Einstellung an. So profitierte Lothar Ackermann am Ende seines dreiwöchigen HKZ-Aufenthaltes doppelt.

Hier finden Sie den Artikel in OSTHESSEN NEWS v. 10.07.2017

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