Fast alle sind für die Finanzspritze

Trotz der Coronakrise wird der Kreistag heute für eine Sondersitzung zusammenkommen, um das finanziell angeschlagene Klinikum Hersfeld-Rotenburg möglichst schnell mit frischem Eigenkapital zu versorgen.

Der im Februar von Landrat Dr. Michael Koch (CDU) eingebrachte Nachtragshaushalt, über den nun abgestimmt werden soll, sieht eine 16,4 Millionen Euro schwere Finanzspritze für den kommunalen Klinikverbund vor, darunter ein Darlehen in Höhe von 15 Millionen Euro. Zudem ist geplant, dem Klinikum in diesem Jahr die Zins- und Tilgungszahlung in Höhe von 1,43 Millionen Euro für ein 2016 gewährtes 25-Millionen-Euro-Gesellschafterdarlehen zu erlassen.

Wie berichtet, hat das Klinikum inzwischen die auf den Gesundheitssektor spezialisierte Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Curacon damit beauftragt, bis zum Sommer ein Gutachten zu erarbeiten, das sämtliche Bereiche des Klinikums auf den Prüfstand stellen soll.

Aus Sorge vor dem weltweit grassierenden Coronavirus findet die Sitzung allerdings unter besonderen Bedingungen statt. Der Landkreis hat die Sitzung (14.30 Uhr) kurzfristig vom Audimax der Bad Hersfelder Obersbergschulen in die benachbarte Waldhessenhalle verlegt. „Die Halle ist noch größer, so können wir ausreichend Abstand gewährleisten“, sagt Landrat Dr. Michael Koch (CDU). Zudem soll das Treffen im Stehen stattfinden und möglichst schnell über die Bühne gehen, damit alle Beteiligten rasch wieder nach Hause fahren können. Einige Fraktionen wie FDP und FWG haben angekündigt, nur die Vorsitzenden zu entsenden, da zahlreiche Parlamentarier zur Corona-Risikogruppe zählen. Die AfD wird nach eigenen Angaben der Sitzung vollständig fernbleiben.

Will das Parlament (60 Sitze) heute eine Entscheidung treffen, müssen laut Gesetzgeber mindestens 31 Abgeordnete anwesend sein. Sonst ist es nicht beschlussfähig.

Auch eine Aussprache, die von den Abgeordneten normalerweise dafür genutzt wird, ihre Argumente darzulegen, Kritik zu üben und ihre Standpunkte zu erklären, ist aufgrund der besonderen Umstände nicht geplant.

Damit die sieben Fraktionen dennoch Gelegenheit haben, sich der Öffentlichkeit mitzuteilen, haben wir im Vorfeld mit allen Fraktionsvorsitzenden gesprochen – und veröffentlichen auf dieser Seite ihre Statements.

Dem Vernehmen nach wollen fast alle Fraktionen der Finanzspritze zustimmen. Nur die AfD würde sich, wenn sie an der Abstimmung teilnehmen würde, enthalten.

 Hier finden Sie den Bericht aus der Hersfelder-Zeitung vom 23.03.2020

Notfall und Akutversorgung

 Notfall- und Akutversorgung

Notfallversorgung

 Fragebogen Besucher, Fremdfirmen, Patienten (ambulant) "Corona"

Sofortige Aussetzung aller nicht dringend medizinisch notwendigen Behandlungen

Update Lage 20.03.2020 16:00 Uhr

Klinikum Bad Hersfeld
Die Psychiatrische Institutsambulanz ist in der ehemaligen Psy. Tagesklinik in Betrieb gegangen. Zugang und Zufahrt ist ausschließlich über die Straße am Wendeberg (Einfahrt über dem KfH Dialysegebäude) möglich. Es werden KEINE Patienten durch die Klinik geleitet
Lieferanten, Techniker und Vertreter werden an den Eingängen wie Besucher behandelt. Sie füllen den Fragebogen aus und die Zielstelle (Abteilung, Klinik, etc.) wird angerufen, ob Zutritt gewährt wird. Bei einem JA auf dem Fragebogen kann KEIN Zutritt gewährt werden

HKZ Rotenburg
- Gesonderte Anfahrt der Rettungsdienste für Covid-19  Patienten oder Verdachtsfälle
(Liegendeinfahrt des Kardiologischen Fachkrankenhauses)
- Zur Beschränkung des Besuchsverkehrs werden Besucherkontrollen vorbereitet

Klinik am Hainberg
Einführung einer restriktiven Besucherregelung für die KAH
- externe Besucher haben keinen Zutritt und werden über Aufsteller und Informationstafeln aufmerksam    gemacht.
- Kurier- und Postdienste müssen klingeln und Übergabe erfolgt im „Windfang“ der Haupteingangstür
- keine externe Beurlaubung für die Rehabilitand*innen, z. B zur Belastungserprobung.

Orthopädie
Das MVZ an der Orthopädie stellt seinen Betrieb ein. Patienten werden entweder im Klinikum oder im MVZ Bebra behandelt.
Am Mittwoch, 25.03. werden die bis dahin nicht entlassenen Patienten ins Klinikum verlegt. Die Klinik wird dann bis Freitag, den 27.03. für eine spätere Wiederinbetriebnahme bereit gemacht.