Eine Röhre, die nicht heißläuft

In der radiologischen Abteilung des Klinikums Bad Hersfeld ist jetzt ein neuer Computertomograph (CT) in Betrieb genommen worden. Das rund 500 000 Euro teure Gerät soll genauere Bilder bei weniger Strahlung liefern.

Das soll vielen Patienten Untersuchungen erleichtern und schnellere Ergebnisse liefern. Bei älteren Menschen, Kindern oder Schwerverletzten sei die Untersuchung nun weniger belastend, weil sie wesentlich kürzer ist und die Strahlenbelastung deutlich reduziert wird.

Keine Wartezeiten

Ein besonderes Augenmerk haben die Anwender auf die Kühltechnik des hochmodernen Röntgengerätes gelegt, da sich die Röntgenröhre stark erhitzt. „Im klinischen Alltag bedeutet dies: keine Wartezeiten bei anspruchsvollen Untersuchungen, also keine Zwangspausen, weil die CTRöhre erst wieder abkühlen muss“, erläutert der Chefarzt der Radiologie am Klinikum Bad Hersfeld, Dr. Peter Schmidt.

Das kann erhebliche Konsequenzen etwa bei der Versorgung von Schwerverletzten haben, wo der Patient aufwendig von Kopf bis Fuß untersucht werden muss. Hier könne eine „Zwangspause“ mitten in der Untersuchung für den Patienten unter Umständen lebensgefährlich sein, weil die Diagnostik nicht schnell genug zu Ende geführt werden kann. Insbesondere bei Verkehrsunfällen kann dies große Bedeutung haben, wo oft mehrere Unfallopfer gleichzeitig in die Klinik eingeliefert werden und das CT dann „pausenlos“ gefordert ist. Dank des neuen Geräts werde die bildgebende Diagnostik am Klinikum Bad Hersfeld insbesondere für den Bereich Akutmedizin weiter verbessert. (red/kai)

pdf Artikel aus der Hersfelder Zeitung vom 23.12.2015

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