Bewährt: Kooperatives Chefarztmodell

Klinik für Kinder- und Jugendmedizin mit Gütesiegel ausgezeichnet

Seit gut eineinhalb Jahren, genauer seit dem 1. November 2016, leiten die beiden Chefärzte Dr. Carmen Knöppel und Dr. Holger Hauch die renommierte Kinderabteilung am Klinikum in Bad Hersfeld gemeinsam.
Dieses Vernetzungskonzept mit ihren Heimatuniversitätskliniken am UKGM Marburg und Gießen hat hessenweit Modellcharakter im Bereich der Kinderheilkunde.

Beide Chefärzte sind Fachärzte für Kinder- und Jugendmedizin und arbeiten abwechselnd noch in den Universitätskinderkliniken Marburg und Gießen. Dr. Carmen Knöppel hat die Spezialisierung Neonatologie - also die Behandlung von Früh- und Neugeborenen - sowie Expertise in der Entwicklungsnachsorge und leitet eine Gefäßfehlbildungssprechstunde.
Kinderhämatoonkologe Dr. Holger Hauch leitet das Gießener Palliativ-Care-Team für Kinder und ist in seinem Schwerpunkt mit der Behandlung von Erkrankungen des Blutes auch Spezialist in Gerinnungsmedizin und Immunologie.
Das Vernetzungskonzept mit dem UKGM ermöglicht eine Versorgung der Kinder auf universitärem Niveau, weil Problemfälle auf kurzem Weg mit dem universitären Kollegium besprochen werden. Die Kinder erfahren durch die Vernetzung einen erleichterten, schnelleren Zugang zu Spezialgebieten.

Universitäre Netzwerke
"Die Zeiten des 'generalistisch' ausgebildeten Arztes ist Vergangenheit. Wir haben durch Netzwerkarbeit, die auf Wissen und Expertise der universitären Partner Marburg und Gießen zurückgreifen kann, den Kindern in unserem Versorgungsgebiet einen Zugang zu einer hochwertigeren Versorgung ermöglicht", sagt Hauch zu dieser modernen Form des Teamworks über Klinikgrenzen hinweg.
"Wir unterliegen Rahmenbedingungen, die eine Vernetzung unabdingbar macht. Exzellente Medizin im breiten Feld Kinderheilkunde kann nur durch das Wissen vieler Fachleute in die ländlichen Regionen gebracht werden", pflichtet Carmen Knöppel ihrem Kollegen bei. Und daraus folgt: Sollte eine vor Ort-Betreuung aus Gründen des Schweregrads einer Behandlung oder des Krankheitsbildes nicht möglich sein, erfolgt die Verlegung in überregionale, größere Kinderzentren.

Aus-, Fort- und Weiterbildung
Nicht zuletzt ist Vernetzung wichtig, um den ärztlichen Nachwuchs an den Standort Hersfeld zu binden, denn der Erwerb von Spezialkompetenzen an den Unikliniken gehört zum Ausbildungskonzept der beiden Chefärzte. Die Klinik verfügt über die volle, 60-monatige Weiterbildungsermächtigung für Kinder- und Jugendmedizin und 12 Monate für Neonatologie.

Vom Neugeborenen bis zum Erwachsenen
Das Team besteht aktuell aus 2 Chefärzten, 3 Oberärzten, 10 Assistenzärzten und insgesamt 59 Pflegekräften. Unter anderem komplettieren Diätassistenten, Physiotherapeuten und Pflegeüberleitung das Team.
Die Klinik verfügt über 2 Stationen. In der allgemeinpädiatrischen Station mit 33 Betten werden Kinder ab dem Neugeborenenalter bis zum 18. Lebensjahr betreut. Die neonatologische Intensivstation mit bis zu sieben Betten bleibt den Früh- und Neugeborenen vorbehalten. Eltern können während der stationären Behandlung ihrer Kinder mit aufgenommen werden.
Es werden 2.800 Kinder pro Jahr stationär behandelt. Hinzu kommen in Notfallambulanz, Ultraschallambulanz und Diabetessprechstunde, in der circa 4.000 Kinder überregional z.B. aus dem Vogelsberg- und Werra-Meißner-Kreis wie auch aus Thüringen betreut werden.
Die Klinik erhielt Ende Mai nach einer Qualitätsprüfung das Gütesiegel "Ausgezeichnet für Kinder 2018-19" durch die GKIND.

Neonatologische Intensivstation
Die gemeinsame Betreuung von Schwangeren und ihren Kindern ist eine wichtige interdisziplinäre Aufgabe der Kinderklinik, denn in Hersfeld erblicken ca. 1000 Kinder/Jahr das Licht der Welt. Ungefähr 250-300 Kinder pro Jahr werden mit spezifischen Problemen der Früh- und Neugeborenenperiode durch das Team der Kinderklinik, das inzwischen über drei Neonatologen (Spezialisten für Früh- und Neugeborenenintensivmedizin) verfügt, auf der neonatologischen Intensivstation mit 7 Betten und einem speziell ausgebildeten Pflegepool behandelt.

Wege in die Kinderklinik Bad Hersfeld
Die Zuweisung zur erweiterten Diagnostik und Therapie erfolgt über Kinderärzte, Allgemeinmediziner und Fachärzte unterschiedlicher Spezialisierung.
Viele Kinder kommen als "Notfallpatient" nach Einschätzung ihrer Eltern insbesondere in den Zeiten, in denen die Arztpraxen geschlossen sind und werden über die Notfallambulanz der Station Ost 2 betreut.
Auch finden Einweisungen über das in der Klinik ansässige MVZ und an den Wochenenden/Feiertagen dort ansässigen kinderärztlichen Bereitschaftsdienst statt.
Nach einem Unfallgeschehen erfolgt die Aufnahme über den sogenannten "Schockraum", in dem die Kinder im Sinne eines interdisziplinären Traummanagements gemeinsam erstversorgt und dann je nach Fall über den OP-Bereich auf die Kinderstation aufgenommen werden.

Kontakt

Sekretariat der Kinderklinik
Tel. 06621 / 88-1726
Fax 06621 / 88-1730
Mail: kinderklinik@klinikum-hef.de

Kinderklinik

Diagnostik- und Therapiespektrum in der Kinderheilkunde
Es umfasst das komplette Gebiet der Kinderheilkunde, einschl. der prä- und postoperativen Versorgung von Kindern in Zusammenarbeit mit anderen Fächern des Hauses wie der Hals-Nasen- und Ohren, der Augenheilkunde, der Allgemein- und Unfallchirurgie, sowie der Kinderurologie und Gastroenterologie, Psychisch oder psychiatrisch auffällige Kinder werden in die Kinder- und Jugendpsychiatrischen Abteilungen in Hersfeld Stadt oder Fulda angebunden.
Zur therapeutischen, diagnostischen Unterstützung der Kinder und ihrer Familien nutzt die Kinderklinik die Zusammenarbeit mit dem in der Hersfelder Innenstadt ansässigen Frühförderzentrum, in dem Therapien wie bspw. Ergotherapie, Logopädie, Physiotherapie angeboten werden.

Erkrankungen

  1. der endokrinen Drüsen (Schilddrüse, Nebenschilddrüse, Nebenniere, Diabetes mellitus)
  2. des Magen-Darm-Trakts
  3. der Leber, der Galle und des Pankreas
  4. der Atemwege und der Lunge
  5. Stoffwechselerkrankungen
  • rheumatischen Erkrankungen
  • hämatologischen Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen
  • sonstigen angeborenen Fehlbildungen, angeborenen Störungen oder perinatal erworbenen Erkrankungen
  • speziellen Krankheitsbildern Frühgeborener und reifer Neugeborener
  • Entwicklungsstörungen im Säuglings-, Kleinkindes- und Schulalter, psychosomatische Störungen des Kindes
  • pädiatrische Nierenerkrankungen
  • Herzerkrankungen
  • Gefäßerkrankungen
  • Allergien
  • Gerinnungsstörungen
  • Hämangiome/Hauterkrankungen
  • Autoimmunerkrankungen
  • Immundefekte
  • Stationäre Abklärung zur kombinierten geplanten Diagnostik

Notfall und Akutversorgung

 Notfall- und Akutversorgung

Notfallversorgung

 Fragebogen Besucher, Fremdfirmen, Patienten (ambulant) "Corona"

Sofortige Aussetzung aller nicht dringend medizinisch notwendigen Behandlungen

Update Lage 20.03.2020 16:00 Uhr

Klinikum Bad Hersfeld
Die Psychiatrische Institutsambulanz ist in der ehemaligen Psy. Tagesklinik in Betrieb gegangen. Zugang und Zufahrt ist ausschließlich über die Straße am Wendeberg (Einfahrt über dem KfH Dialysegebäude) möglich. Es werden KEINE Patienten durch die Klinik geleitet
Lieferanten, Techniker und Vertreter werden an den Eingängen wie Besucher behandelt. Sie füllen den Fragebogen aus und die Zielstelle (Abteilung, Klinik, etc.) wird angerufen, ob Zutritt gewährt wird. Bei einem JA auf dem Fragebogen kann KEIN Zutritt gewährt werden

HKZ Rotenburg
- Gesonderte Anfahrt der Rettungsdienste für Covid-19  Patienten oder Verdachtsfälle
(Liegendeinfahrt des Kardiologischen Fachkrankenhauses)
- Zur Beschränkung des Besuchsverkehrs werden Besucherkontrollen vorbereitet

Klinik am Hainberg
Einführung einer restriktiven Besucherregelung für die KAH
- externe Besucher haben keinen Zutritt und werden über Aufsteller und Informationstafeln aufmerksam    gemacht.
- Kurier- und Postdienste müssen klingeln und Übergabe erfolgt im „Windfang“ der Haupteingangstür
- keine externe Beurlaubung für die Rehabilitand*innen, z. B zur Belastungserprobung.

Orthopädie
Das MVZ an der Orthopädie stellt seinen Betrieb ein. Patienten werden entweder im Klinikum oder im MVZ Bebra behandelt.
Am Mittwoch, 25.03. werden die bis dahin nicht entlassenen Patienten ins Klinikum verlegt. Die Klinik wird dann bis Freitag, den 27.03. für eine spätere Wiederinbetriebnahme bereit gemacht.