100 Tage Pflegedirektor am Klinikum

Vor gut drei Monaten konnte die lange geplante Klinikfusion im Kreis erfolgreich durchgeführt werden. Seither firmieren das Klinikum Bad Hersfeld und das HKZ Rotenburg unter dem gemeinsamen Dach „Klinikum Hersfeld-Rotenburg“ – zunächst noch ein vorläufiger Arbeitstitel.

Für Marcus Ries, seit sechs Monaten Pflegedirektor zunächst am Kinikum und dann für den Klinikverbund, ist dies eine „spannende und bewegte Zeit“, wie er in einer ersten 100-Tage Bilanz berichtet. Als Pflegedirektor ist er für alle Abläufe das Pflegepersonal betreffend verantwortlich – die Patientenversorgung und die Zusammenarbeit mit dem ärztlichen Dienst ebenso wie die zentrale Sterilisationseinheit, Unfallambulanz und Notaufnahme. Rund 1.000 Mitarbeiter gehören an beiden Standorten dem Pflegepersonal an. Zwar sei der Klinikverbund damit gut aufgestellt, doch der Blick müsse in die Zukunft gehen. Denn die Bewerberzahlen sind im Pflegebereich – wie überall – rückläufig. „Diesem Mangel müssen wir rechtzeitig entgegenwirken“, so Ries. Bereits jetzt bietet das Klinikum Hersfeld-Rotenburg ein großes Spektrum an Praktikumsplätzen, vom Schülerpraktikum bis zum Freiwilligen sozialen Jahr an, um das Interesse am Berufsfeld Krankenhaus zu wecken.

Um den steigenden Bedarf an Pflegehilfskräften zu decken, soll in naher Zukunft auch die entsprechende Helferausbildung angeboten werden. Der großen Nachfrage nach Hochschulausbildungen soll ebenfalls Rechnung getragen werden. Bestimmte Ausbildungsgänge, beispielweise Hebamme, sollen dann auch als duale Studiengänge möglich sein, so dass die Ausbildung noch einmal an Attraktivität gewinnt. Einen klinikübergreifenden Einsatz der Mitarbeiter gibt es derzeit nicht, doch auch das könnte in Zukunft möglich werden – zumindest gibt es hierzu bereits Anfragen von Mitarbeitern. Vordringliche Aufgabe sei aber zunächst, eine zentrale Bewerbungsstruktur für den gesamten Konzern einzurichten, sagt Ries, „damit uns kein qualifizierter und interessierter Bewerber durch die Lappen geht.“
Insgesamt sieht er das Klinikum für die kommenden Herausforderungen gut gerüstet. (Quelle: Kreisanzeiger v. 13.07.2016 / Foto,Text: Ling)

1000 Mitarbeiter arbeiten in der Pflege

Der neue Pflegedirektor des Klinikums Bad Hersfeld und des Konzerns Klinikum Hersfeld-Rotenburg heißt Marcus Ries. Er ist seit sechs Monaten bereits Nachfolger von Karin Otto-Lange am Klinikum und gehört seit Juli zum Direktorium des Konzerns. Wenn die Pflegedienstleitung im Herz- und Kreislaufzentrum, Ines Mohr, im September das Haus verlässt, wird Ries für die Nachfolge der direkte Vorgesetzte sein. Ries sprach bei seiner Vorstellung im Beisein von Klinikumsgeschäftsführer Martin Ködding und Werner Hampe, zuständig für Öffentlichkeitsarbeit, von einer spannenden Aufgabe in einer Phase des Umbruchs. Vieles müsse neu geordnet werden, sagte Ries. Als große Themen nannte er den Fachkräftemangel. Eine konzernübergreifende Bewerberstruktur sei die Herausforderung für die Zukunft. 95 Prozent der Stellen im Konzern seien besetzt, erklärte er auf Nachfrage. „Leichte Vakanzen“ gebe es am Herz- und Kreislaufzentrum in Rotenburg. Die Situation insgesamt sei „sehr auskömmlich“, aber man müsse angesichts des sich abzeichnenden Fachkräftemangels die Ärmel hochkrempeln. Vor allem  Intensivpflegekräfte und Hebammen seien sehr gefragt. Einen Pflege-Patientenschlüssel gebe es nicht. Ries ist auch für die Ausbildungsstätte am Klinikum zuständig, wo zurzeit 120 Auszubildende lernen. Bislang können noch alle Ausbildungsplätze besetzt werden – 30 Pro Jahr. Alle zwei Jahre werden laut Ries zwölf Fachkrankenpfleger Intensiv/Anästhesie ausgebildet. Um das Interesse an der Pflege zu fördern, biete man pro Jahr mehrere Hundert Praktikumsplätze an. Um Fachkräfte zu halten, bemühe man sich auch um entsprechende Arbeitsbedingungen. Geschäftsführer Martin Ködding betonte, man biete zahlreiche Arbeitszeitmodelle an.

Bisher werden die Fachkräfte aber nicht beispielsweise je nach Bedarf im Klinikum oder im HKZ beschäftigt. Hier gebe es jedoch entsprechende Überlegungen. Für den Aufbau der Geriatrie am HKZ hospitieren Mitarbeiter aus Rotenburg aber in Bad Hersfeld. Geplant sei ein einheitlicher Stellenpool, erklärte Werner Hampe. Im Klinikum erhalten die Mitarbeiter den Öffentlichen Tarif, im HKZ den Haustarif, wobei es laut Ködding keinen wesentlichen Unterschied gebe. Insgesamt beschäftigt der seit April bestehende Klinik-Konzern Hersfeld-Rotenburg 2700 Mitarbeiter mit einem Gehaltsvolumen von 120 bis 130 Millionen Euro, sagte Martin Ködding.

Zuständig fürs Wohlfühlen der Patienten bis zur Ökonomie
Als Pflegedirektor ist Marcus Ries für die Personalbedarfsmessung und -bereitstellung zuständig. Das  heißt, er kümmert sich um Stellenausschreibungen, führt Bewerbergespräche, ist verantwortlich für die Patientenversorgung von der Aufnahme bis zur Entlassung. Vom „Wohlfühlen der Patienten“ bis zur Ökonomie reicht sein Aufgabenfeld. Insgesamt zählt der Konzert mit seinen zwölf GmbHs, darunter unter anderem die Orthopädie Bad Hersfeld, die Hainbergklinik und das MVZ, 1000 Mitarbeiter in der Pflege und den Funktionsdiensten. Ein Drittel dieser Mitarbeiter sind beim HKZ beschäftigt. Das Spektrum reicht von der Krankenpflege, der Notaufnahme, der ambulanten Pflege über die Zentralsterilisation, Intensivstation bis zu den Mitarbeitern der innerbetrieblichen Weiterbildung, erläuterte Marcus Ries, wobei diese Liste nicht vollständig ist.

Zur Person
MARCUS RIES (39) stammt aus Thüringen und hat in Bad Salzungen Krankenpflege gelernt. Er absolvierte eine Weiterbildung im Bereich Intensivpflege und Anästhesie und danach ein Pflegemanagementstudium. Zwölf Jahre war er im Klinikum Fulda tätig, davon zwei als Pflegedienstleiter. Anschließend übernahm er für dreieinhalb Jahre diese Position in Alsfeld. Seit Januar ist Ries am Klinikum Bad Hersfeld tätig. Er wohnt in Burghaun, ist verheiratet und hat zwei Kinder. Zum Ausgleich verbringt er am liebsten Zeit mit der Familie, mit sportlichen Aktivitäten und er liebt die Gartenarbeit.(ank)

Artikel aus der Hersfelder-Zeitung vom 12.07.2016

Marcus Ries zieht Halbjahresbilanz: "Es war eine lebhafte Zeit des Umbruchs"

Seit dem 1. Januar 2016 ist der neue Pflegedirektor Marcus Ries im Klinikum Bad Hersfeld als verantwortlicher Leiter für alles, was mit dem Pflegebereich zu tun hat, zuständig. Er löste Karin Otto-Lange ab, die 43 Jahre im Klinikum beschäftigt war. Jetzt zieht er eine erste Bilanz.

„Es waren bis jetzt sechs spannende Monate und eine sehr lebhafte Zeit des Umbruchs nach dem Kauf des HKZ durch das Klinikum Bad Hersfeld“, resümierte Marcus Ries. Seine Aufgaben seien sehr vielfältiger Natur mit einem großen und abwechslungsreichen Tätigkeitsspektrum, insbesondere bei der Einstellung von geeignetem Pflegepersonal, der Bereitstellung von Personal, bei Stellenausschreibungen und was ganz wichtig für ihn sei, dass die Patientenversorgung so gestaltet werde, dass diese auch gut versorgt werden. Gerade in der Phase der Neuorganisation der Klinikum Gruppe nach dem Kauf des HKZ müssen einige Zuständigkeitsbereiche neu geordnet werden. Als Pflegedirektor sei er auch der Hauptansprechpartner für die Ausbildung des Pflegeberufs. Mittlerweile sind 1.000 Frauen und Männer als Pflegekräfte in der Klinikum Gruppe beschäftigt. Bis auf das HKZ sind alle Stellen im Pflegebereich in den angeschlossenen Zweigkliniken und Einrichtungen besetzt, wobei der Bedarf an Pflegepersonal bei den Tochterkliniken sehr unterschiedlich ist. „Die Orientierungsgröße für Lohn und Gehalt, bietet im Allgemeinen der Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes. Hieran orientieren sich die meisten verhandelten Haustarifverträge und Arbeitgeber, egal ob privat oder frei-gemeinnützig“, so der ebenfalls beim Pressegespräch anwesende Klinikum-Geschäftsführer Martin Ködding zur Frage nach dem Lohngefälle bei unterschiedlichen Arbeitgebern.

Im Bereich der Geburtshilfe habe man mit der engen Zusammenarbeit zwischen Geburtshilfe, Kreißsaal und der Betreuung durch die Kinderklinik im Hause eine gute Lösung gefunden. Bei der Ausbildung in der Intensivpflege arbeitet das HKZ mit dem Klinikum und der Bereitstellung von 12 Ausbildungsplätzen schon seit vielen Jahren eng zusammen. Die übrigen 30 Ausbildungsplätze, mit Einstellungsdatum 01. Oktober 2016 in der Klinikum Gruppe, sind zurzeit besetzt. Es kommen auf die 30 Azubistellen zurzeit 50 Bewerber, leider ist hier die Tendenz rückläufig. Das Klinikum stellt mehrere 100 Praktikumsplätze im Jahr zur Verfügung. Eine Umfrage unter jungen Leuten ergab, dass sich 70 Prozent der Befragten für eine Kombination aus Ausbildungsplatz und Studium im Pflegeberuf interessieren. Das Klinikum wird zukünftig auch Helferausbildungsplätze anbieten. Die Ausbildung dazu dauert ein Jahr und ist gedacht als Hilfe und Unterstützung für das qualifizierte Pflegepersonal. „Wir müssen die Arbeitsplätze so gestalten, dass uns die qualifizierten Pflegkräfte auch weiterhin erhalten bleiben. Wir sind damit auf einem guten Weg, denn wir werden einen Bewerberpool für qualifizierte Bewerber einrichten“, so Marcus Ries. Für ihn ist ein guter Kontakt zu den Mitarbeitern sehr wichtig und er habe schon von Anfang an einen sehr guten Umgang des Personals untereinander festgestellt. (Gerhard Manns) +++ 

Artikel v. 18.07.2016 Osthessen News

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